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Tücher im Wind

In den südlichen Ländern hat mich das immer wieder fasziniert zu sehen, wie so Tücher an Wäscheleinen zum Trocknen an der Sonne aufgehängt wurden. Die Bewegung, die der Wind hineinbrachte und sie auch zum Flattern brachte. Manchmal jedoch hingen sie bei einem Eingang, oder vor dem Fenster, im Garten an einer Leine mit zwei Pfählen. Von jedem Tuch aus hatte man eine andere Sicht, ich empfand etwas anderes. Es hatte für mich etwas Geheimnisvolles, Mystisches und ich fragte mich, was ist denn hinter diesem Tuch? Dann kam das Spiel von Licht und Schatten dazu, die Bewegung vom Hin und Her des Tuches durch den Wind. Alles kleine Hinweise, die in einem Bild gewisse Bedeutung bekommen können. Was lässt mich nicht in die Weite sehen, diese grosse Sehnsucht, in die Zukunft sehen zu können, was verbirgt sich hinter diesem Tuch, was kommt noch alles auf mich zu? Alles offene Fragen.

Das brachte mich dazu, Tuch-Bilder zu malen, um dem Betrachter ähnliche Gefühle zu vermitteln, welche ich auf meinen Reisen eingefangen hatte.

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